In vielen Haushalten ist sie zu finden, meist jedoch steht sie ungenutzt im Bücherregal oder verstaubt unter dem Bett, so dass man Verdammnis in die Staubschicht schreiben kann. Die Rede ist von
der Bibel, dem meistverkauften Buch der Welt. Aber, warum ist das so? Die Ansicht vieler Menschen ist, dass die Bibel langweilig, nicht zeitgemäß und dazu noch weltfremd ist. Manche halten die
Bibel sogar für ein Märchenbuch.
Zu dieser Meinung kommt dann gerne noch dazu, dass man ja irgendwo mal gehört hat, das die Bibel im Laufe der Zeit verfälscht wurde und das das alles nicht ganz so war, wie es dort steht. Solche
Aussagen hatte ich sogar schon von Menschen hören müssen, die es eigentlich besser wissen sollten.
Ein Kritikpunkt gegen die Bibel ist, dass es immer wieder zu Widersprüchen kommt. Ich will hier jetzt nicht behaupten oder belegen, dass die Bibel frei von scheinbaren Widersprüchen ist. Dazu
müsste ich die Bibel komplett begriffen haben, alle Umstände der Situationen kennen und dazu noch alles Wissen. Auch wenn ich dich jetzt vielleicht enttäusche, ich erfülle nicht einen der
genannten Punkte, nur Bibelkritiker erfüllen diese Kriterien. Was für mich dagegen unumstößlich und viel wichtiger ist, ist das Gott frei von Widersprüchen ist und ich mich deshalb auch auf sein
Wort, die Bibel, verlassen kann. Aber wie kommt es überhaupt zu diesen behaupteten Widersprüchen in der Bibel? Ich will dir an einem Beispiel zeigen, wie es zu scheinbaren Widersprüchen kommen
kann. Vergleichen wir z.B. Markus 16 mit Johannes 20,1.
Markus 16,1-2: "Und als der Sabbat vorüber war, kauften Maria Magdalena
und Maria, des Jakobus Mutter, und Salome Spezereien, um hinzugehen und ihn zu salben.Und sehr früh am ersten Tage der Woche kamen sie zur Gruft, als die Sonne
aufging."
Johannes 20,1: "Am ersten Tage aber der Woche kommt Maria Magdalena früh,
als es noch finster war, zur Gruft und sieht den Stein von der Gruft hinweggenommen."
War es jetzt hell oder dunkel? Dieser scheinbare Widerspruch lässt sich leicht erklären. Die Schreiber der Bibel wurden zwar vom Geist Gottes inspiriert, aber sie waren keine willenlosen
Schreibmaschinen. Die Schreiber der Bibel, abgesehen von Propheten, sind menschliche Zeugen der Ereignisse. Jeder Mensch sieht eine Situation anders. Allein die Perspektive kann eine Situation
völlig anders darstellen. Nehmen wir ein Ehepaar das aus dem Urlaub an der Nordsee zurückkommt. Sagen wir, die Temperatur lag bei 23°. Fragt man nun nach dem Wetter, so können wir schon
unterschiedliche Aussagen bekommen. Für den einen sind 23° zu kühl, für den anderen sind 23° angenehm. Aber für beide war es ein schöner Urlaub. Was ich damit sagen will ist, befragt man mehrere
Zeugen einer Situation, so bekommt man, in den Details, unterschiedliche Aussagen. Entscheiden dabei ist, dass der Kern der Sache stimmt. Und wenn wir diese Bibelstellen sehen, dann ist es nicht
von Bedeutung ob es gerade gedämmert hat oder ob es schon hell war. Entscheidend ist, das Jesus Christus auferstanden ist. Im Leben gibt es immer wieder solche Widersprüche und gerade diese
Widersprüche zeugen für die Echtheit und Unverfälschtheit der Bibel.
Dienstag, 3. november 2009
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