Daunen in Tchibo-Produkten stammen aus China

Veröffentlicht auf von Konoma


24.02.2010: In der vergangenen Woche hatte Tchibo eine Verkaufsaktion von Daunendecken und -kissen gestartet. VIER PFOTEN vermutete, dass die Daunen von Gänsen stammen, die bei lebendigem Leib gerupft wurden, und forderte den Konzern auf, die Herkunft der Ware offenzulegen. Nun räumt Tchibo ein, dass die Daunen aus China stammen – ein Land, in dem Lebendrupf boomt.

Nach mehreren wenig aussagekräftigen Antworten räumte Tchibo nun ein, dass die Daunen aus China stammen. Für VIER PFOTEN erhärtet sich der traurige Verdacht: Chinas Daunenindustrie setzt auf Lebendrupf. "Eine Rückverfolgung der Daunen zu den tausenden Mastbetrieben im Reich der Mitte ist oft nicht möglich und logischerweise unerwünscht", betont Marcus Müller von VIER PFOTEN.

Die Handelskette Tchibo bietet Daunenkissen und -decken an. VIER PFOTEN vermutet, dass die Daunen von Gänsen stammen, die bei lebendigem Leib gerupft wurden und forderte den Konzern auf, die Herkunft zu nennen.

Gleiches geschah im Jahr 2009 bei Ikea. Der schwedische Möbelriese hatte auf chinesische Lieferanten für seine Daunenprodukte gebaut. Recherchen von VIER PFOTEN und dem schwedischen Sender TV4 zeigten, dass es sich hierbei um Daunen aus Lebendrupf handelte. Ikea zog die Ware zurück, da weder Rückverfolgbarkeit noch Tierschutz oder Transparenz gegeben waren.

Tchibo sollte sich Marcus Müller zufolge ein Beispiel am Handeln von Ikea nehmen: "Ikea stoppte nicht nur den Verkauf der chinesischen Daunen, sondern nahm gleich alle Daunenprodukte aus dem Sortiment. Es gibt genügend warmhaltende Alternativen, Daunen sind kein Muss."

VIER PFOTEN fordert Tchibo zu einem Verzicht auf Daunenprodukte auf: Online-Protest

Lebendrupf boomt gerade in China - und die Kunden in den westlichen Ländern haben es in der Hand, diesen Boom der Tierquälerei zu beenden.

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